Wein für Jedermann ¤¤¤ €€€ Wo kaufen? €€€ ¤¤¤ NORMA ¤¤¤ 125 Primitivo de Salento
 
 
 
 
125 Primitivo de Salento Une|due|cinque 2016
125 Primitivo de Salento 2016

Herkunft / Traube: 

Salento / Primitivo

Land:

Italien

Jahrgang:

2016

Alkoholgehalt:

12,5%

Geschmacksrichtung:

Halbtrocken

Verschluss:

Perfekter Kork

Preis:

3,99

Bewertung: 4 von 5

 
 
 

Geruch/Blume
Die erste Nase wird bestimmt von einer - schwachen - Mon Cheri-artigen Süße, gepaart mit einem seifigen Unterton. Vom Vorgänger findet sich nur ein Rest Heu. Sehr kurz derbe Schweißnoten nach dem Schwenken, dann viel dumpfer, karamellner, aber immer noch etwas von geöffneter Pralinenschachtel. Später wieder seifiger.
Geschmack/Mundgefühl
Beim milden Mundgefühl bleibt sich der 1|2|5 über die Jahr(gäng)e treu. Nicht so im restlichen Geschmack: Der 2016er ist eine Potenz süßer als seine Vorgänger. Und längst nicht mehr so bitter wie noch der 2015er, was bei jenem sogar zur Abwertung führen musste. Das Süße geht einher mit einer kräftigen Frucht, überlagerte Kirsche, Erdbeere plus reichlich Zucker. Sehr ansprechend das Volumen, das die Süße so ziemlich überall hinspült, wo Rezeptoren sie wahrnehmen können. Zum hinteren Gaumen wird es dann mit der Zeit deutlich bitterer, war es zu Beginn noch mäßig herb. Dies Bittere allerdings ist ein ebenso deutlicher Kontrapunkt wie ein sehr interessanter Aspekt im limonadigen Gesamtbild. Später bringen trockene Holznoten noch etwas Abwechslung.
Nicht weniger überraschend das Mundgefühl, das durchaus Struktur vermittelt, nicht das erwartet Wässrige, und es klebt trotz o.G. auch nicht - ok... es klebt... kaum. Zurückhaltend die flache Säure, die (wie kann das denn?) einen erheblichen mineralischen Anteil aufweist. Kein Pelz.
Abgang/Nachgeschmack
Ein ausgeprägter, herber sowie - wen wundert's - gleichzeitig leicht süßlicher Abgang ist die nächste Überraschung eingedenk der Vorgänger, die hier allesamt patzten. Der Nachgeschmack wirkt keine Wunder, versöhnt aber den des Süßlichen Müden mit reichlich Herbem, oxidiert kaum, wird statt dessen hölzerner, bis das Holz dann schlussendlich doch zur - harmlosen - Pappe verarbeitet wird.

Fazit:
Der Februar ist wohl der "süße Monat" bei NORMA... jedenfalls, wenn man von den zwei zuletzt verkosteten Rotweinen (des Monats) ausgeht. Wobei der Dark Spy noch süßer war bzw. ist.
Wieder kein Wein, den ich mir zweimal kaufen werde. Aber ebenso wieder kein schlechter Wein, zumal er über die Zeit herben Trumpf ausspielt, und der hölzerne Nachgeschmack das Limonadige bei jedem Schluck fast vergessen macht. Es kommt jedoch verlässlichst mit dem nächsten zurück.
Da der Primitivo 125 im Gegensatz zum Vorgänger keine echten Fehler hat, bekommt er die "4", welche vor allem Freunde nicht-trockener Rotweine bestätigen werden.


Dieser Wein wurde verkostet am Montag, 05. Februar 2018





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