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Barahonda barrica 2012
Barahonda barrica 2012

Herkunft / Traube: 

Yecla / Monastrell, Syrah

Land:

Spanien

Jahrgang:

2012

Alkoholgehalt:

14,5%

Geschmacksrichtung:  

Sehr trocken

Verschluss:

Sehr guter Kork

Preis:

6,66

Bewertung: 4 von 5





Geruch/Blume
Wenige, trockene Tannine bestimmen die erste Nase, im Hintergrund leicht fruchtig, die Minze des Vorgängers findet sich wieder, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt. Weder Schweißnoten noch nasser Hund - wir vermissen sie beide nicht. Die mäßig süße Frucht geht auf in einem Dunst von Alkohol und drängt die überschaubaren Tannine in den Hintergrund.
Geschmack/Mundgefühl
Ein pelziger Belag legt sich auf die Zunge, und der hintere Gaumen beginng sofort zu kokeln. Etwas gemäßigter in den Extremen der zweite Schluck, doch eine ungewöhnliche Schärfe bestimmt den gesamten Geschmackseindruck. Von den Gerbstoffen bleibt nur ein Rest, und dieser ist extrem hölzern. Zu dem Rest gesellt sich ein sehr grüner Ton, der an feuchte, moosige Rinde erinnert.
Der Barahonda wird recht rasch sanfter, sodass (schon) hier erwähnt werden muss, dass sich das Scharfe nach kurzer Zeit - wenn auch nicht ganz - verflüchtigt. Im Volumen ebenfalls zunehmend schafft es der Wein jedoch zu keiner Zeit bis in den hinteren Mundraum - oder: Man merkt es nur nicht, da es hier permanent kokelt. Weiterhin undeutlich die Frucht, sie ist mild, wieder mit einem Hauch Süße, doch insgesamt bleibt sie wage, Mandarine vielleicht, Kirsche, beides recht angegammelt bzw. vertrocknet und vergoren.
Das anfängliche Bepelzte wandelt sich mehr und mehr um zu Strukturhaftem, was vor allem auf der Zunge für eine ansprechende Textur sorgt. Nur der hintere Gaumen steht weiter in Flammen. Die mineralische Säure versteckt sich nicht - auch nicht im Nachgang, wo reichlich' *burb* jede Tafelrunde sprengen würde.
Abgang/Nachgeschmack
Kontinuierliches Glimmen überdeckt jeden Abgang - falls vorhanden. Der Nachgeschmack geriert sich wieder sehr scharf, die Mandarine erinnert nun eher an ihre vertrocknete Schale. Und die Assoziation von "medizinischem Alkohol" des 2011er tritt ausgerechnet jetzt hervor (seinerzeit war sie noch in der Blume verortet). Dafür keinerlei Oxidation. Immerhin...
 
Fazit:
Zuvorderst ein Zitat des Vorgängers - es ist auch (fast) die einzige Ähnlichkeit zu diesem, weswegen nach der Blume auf weitere Referenzierungen verzichtet wurde: "Dieser Wein braucht Luft! Deswegen: Dekantieren!" Ich kann mir vorstellen, dass Kokeln und *burb* verringert, Volumen und Komplexität so gesteigert könn(t)en. Kann man nur hoffen...
Die Verkostung - ohne Dekantieren - zeigt uns aber einen Wein, der mehr als tolerable Kanten hat, um die Meriten seines Vorgängers zu erben - zumal für inzwischen 6,66€.

Bemerkung:
Wenigstens mal ein "Parker-Wein" (s. Plömpel), der einen trotz seiner 91 Punkte nicht per Adstringenz aus den Socken haut. Auch dies eine Ähnlichkeit zum 2011er.

Nachtrag:
Die 14,5Vol/% Alkohol merkt man jederzeit - so wird man stets daran erinnert, dass Alkohol ein Zellgift und ein Krebspromotor ist, und - falls überhaupt - in Maßen genossen werden sollte!

Diesen Wein dürfte man ebenfalls bei EDEKA finden (können), da EDEKA und trinkgut eng verbandelt sind.


Dieser Wein wurde verkostet am Samstag, 30. September 2017





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