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Bardolino Camasella Classico 2012
Bardolino Camasella 2012

Herkunft / Traube: 
 

Venetien / Corvina, Rondinella, Molinara

Land:

Italien

Jahrgang:

2012

Alkoholgehalt:

12%

Geschmacksrichtung:

Trocken

Verschluss:

Plastik

Preis:

2,59€

Bewertung: 3 von 5


 

Geruch/Blume
Weinbrandbohnen in einem Körbchen mit mittelaltem Grasschnitt, schon deutlich angetrocknet, aber immer noch gammelig (spätestens hier wird der Wortstamm des Adjektivs "blumig" - nämlich "Blume" - mit Leben befüllt...); "merkwürdig gammeliger Grasschnitt mit alkoholischem Einschlag" hätte es auch getan - wäre aber langweilig. Etwas milder und süßer nach dem Schwenken, das alte Gras tritt, wie auch das leicht Alkoholische, in den Hintergrund, dafür ein Rest der Schokolade der bezeichneten Bohnen - nicht so schlecht, wenn auch wirklich mager ausgeprägt.
Geschmack/Mundgefühl
Unmöglich, der Versuchung zu widerstehen, das Bild mit dem Gras weiter auszumalen und den Leser zur Fütterung des Viehs in den Stall zu entführen, doch: So ist es! Ganz ungewöhnlich heu- und grasartig ist der Einschlag dieses Bardolino. Dennoch nicht uninteressant, gerade wegen dieses extrem vegetativen Einschlages im Geschmack. Besonders der Gaumen vermeldet dies, die Zunge ist anfänglich unterbeschäftigt, später an den Seiten dort ein versöhnlicher Hauch einer unbestimmbaren herben Frucht - und ein Anklang feiner Süße. Zum Abgang hin deutlich bitter, ein sich addierender Belag behindert zusehens die Konzentration. Im Mundgefühl trotz der Schüppe Heu eher wässrig. Die hintergründige Säure ist sehr mineralisch, macht aber durch späteres, deutliches *burb* wieder auf sich aufmerksam.
Abgang/Nachgeschmack
Kein Abgang. Wer weiß, welche Futtermittel uns hier auch erwartet hätten... Im Nachgeschmack dominiert nach kurzer Zeit erstaunlicherweise das Süßliche, das die Seiten der Zunge immer noch vermelden. Oxidiert nur langsam und wird noch langsamer Esspapier'n - eigentlich fast gar nicht.

Fazit:
Tja!
...
Ist der Wein nun gut oder nicht? Nein, gut ist er nicht.
Soll man ihn kaufen oder nicht? Doch, man sollte ihn kaufen - muss aber nicht den Weinkeller damit befüllen, und ihn auch nicht verschenken.
Aber: Er ist auf jeden Fall eines: interessant! Oder zumindest ungewöhnlich. Und ohne grobe Fehler - warum also nicht!


Dieser Wein wurde verkostet am Freitag, 28. November 2014





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