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Bordeaux Supérieur 2015 Château David Beaulieu
Bordeaux Supérieur Château David Beaulieu 2015

Herkunft / Traube:

Bordeaux / Merlot, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon

Land:

Frankreich

Jahrgang:

2015

Alkoholgehalt:

13%

Geschmacksrichtung:

Trocken

Verschluss:

Sehr guter Kork

Preis:

3,33 / 3,99

Bewertung: 3 von 5 

 
 

Geruch/Blume
Herbe Frucht, feuchter Grasschnitt und etwas aus dem Gewürzschrank, was allerdings schnell verduftet, oder besser: zuerst verduftet, denn die Blume ist insgesamt nicht von langer Dauer. Und lässt sich auch nicht mehr aus der Reserve locken, indem man den Wein für die zweite Nase schwenkt. Das Wenige, das zutage tritt, ist dafür rund, ansatzweise modrig und weist - noch weniger - trockene Gerbstoffen auf.
Geschmack/Mundgefühl
So, wie schon die Blume auf einen Bordeaux hinweist, zeigt sich auch der Geschmack von Beginn an: mild, herbe Frucht, herb am Gaumen, doch leicht wässrig im Mundgefühl. Herausragend im Volumen, es entwickelt sich  ansprechender Körper und eine moderate Struktur, gar mehr als ein Ansatz von "Fleisch", das Wässrige hingegen verschwindet komplett. Leider gibt es parallel dazu einen entsteh-und-vergeh-Belag, der sich - analog zum Volumen - wirklich überall wiederfindet und sich mit jedem Schluck weiter in Vordergrund drängt. Die - auch wieder typisch - eher unbestimmbare Frucht bleibt zwar herb, bekommt mit der Zeit jedoch eine zunehmend süßlichere Note.
Sehr mineralisch die durchaus präsente Säure (Nachtrag: Diese Säure wird immer aufdringlicher, bis sie schließlich anfängt zu ätzen - äußerst unschön (*)); der Belag bleibt zwar immer länger, addiert sich dennoch nicht wirklich zu einem Pelz.
Abgang/Nachgeschmack
Nicht ganz so präsent der mild-herbe Abgang. Ebenso der Nachgeschmack (also mild-herb), zudem recht hölzern, eine Assoziation von "Sägespänen-to-go" nötigt sich auf. Die Erwartung, dass das zunehmend Süßliche der Frucht hier durchschlagen würde, bewahrheitet sich hingegen nicht. Und es gibt keinerlei Oxidation, der Wein vergeht langsam, Reste der herben Sägespäne bestimmen den Nachklang, was sich abstruser liest als es ist.

Fazit:
Herausragend vor allem, dass er zu praktisch jeder Zeit als Bordeaux zu erkennen ist - auch ambitionierte Laien würden richtig tippen bei einer Blindverkostung. Wirklich gut.

(*) Doch dann kam sie Säure. Zusammen mit dem Dauer-*burb*.

So habe ich den Schluss der Bewertung komplett ändern müssen - es langt nicht mehr für eine "4" - und nur noch knapp für eine "3" - denn erneut bestätigt sich das Urteil - erlangt aus unzähligen Verkostungen -, dass die Herrschaften der "Berliner Wein Trophy" ihre Kandiaten offensichtlich zum Einreiben nutzen, statt sie intensiv zu testen.
Es gilt auch hier - erneut - der Trophy-Plömpel als Hinweis, lieber die Finger davon zu lassen, zumal für den Standard-Preis von 3,99€.
Eben wegen dieses - dazu noch prominentest platzierten - Plömpels hatte ich diesen Wein für diesen Preis bislang nie mitgenommen, obwohl er zum Standard-Sortiment von Penny gehört... und werde es sicher auch nie wieder tun.


Dieser Wein wurde verkostet am Montag, 26. März 2018





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