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Château Montrabech Corbières 2013
Château Montrabech 2013

Herkunft / Traube: 
 

Südfrankreich / Syrah, Grenache, Carignan, Mouvèdre

Land:

Frankreich

Jahrgang:

2013

Alkoholgehalt:

13%

Geschmacksrichtung:

Trocken

Verschluss:

Leicht rissiger Kork

Preis:

3,33€ / 3,99€(?)

Bewertung: 3 von 5 
 



Geruch/Blume
Die Assoziation einer geöffneten Sultaninentüte springt einen buchstäblich an, sehr viel deutlicher als beim Vorgänger. Auch ein paar getrocknete Pfirsiche/Feigen finden sich so. Danach mäßige Gerbstoffe, wenig Gewürz, vielleicht noch etwas Pfeffer. Nimmt schnell an Präsenz ab, lässt sich aber umgehend wieder herbeischwenken. Nur etwas fruchtbetonter, sonst ist die zweite ganz die erste Nase.
Geschmack/Mundgefühl
Auch hier eine Überhöhung des 2012: Statt "zitrusartig" ist schon der erste Schluck unangenehm zitronig, einher geht eine starke Säure, und es stellt sich mehr als ein *burb* ein, bevor man mit der Verkostung recht angefangen hat. Im Vergleich zum Vorgänger kaum noch Volumen, immerhin ein Rest der trocken-holzigen Gerbstoffe. Im Mundgefühl wieder zu wässrig wie die Jahrgänge vor dem 2012er. Was kaum zu erwarten war: Auch der 2013er Château Montrabech schafft die Kurve zu dumpferen Noten, wenn auch um Längen nicht so ausgeprägt wie ehedem - das Zitronige tritt tatsächlich etwas in den Hintergrund (so auch der bislang mitschwingende Gedanke, die 3,33€ lieber Cent-weise in den Rhein geworfen zu haben - da hätte man es wenigstens plätschern hören). Kein Pelz.
Abgang/Nachgeschmack
Im Abgang bringt sich das Saure in Erinnerung, nicht, weil es den - praktisch nicht vorhandenen - Abgang bestimmt, sondern weil es zum Nachgeschmack hin wieder stärker wird. Und einen zitronigen letzten Gruß entbietet mit mehreren *burb*... da kann man nur sagen: Und Tschüss!

Fazit:
Trotz der überraschenden Wende sicher keine "4" - und nur knapp die "3" - aber ebenso sicher die Empfehlung, diesen Wein lieber zu dekantieren - vielleicht schleift er so von vornherein die zitronigen Kanten ab... man kann es nur hoffen. Im Zweifel lieber im Regal lassen!


Dieser Wein wurde verkostet am Mittwoch, 22. Juli 2015





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