Wein für Jedermann ¤¤¤ €€€ Wo kaufen? €€€ ¤¤¤ EDEKA ¤¤¤ Carro 2014
 
 
 
 
Carro 2014
Carro 2014

Herkunft / Traube: 

Yecla / Syrah, Merlot, Tempranillo

Land:

Spanien

Jahrgang:

2014

Alkoholgehalt:

14,5%

Geschmacksrichtung: 

Tocken

Verschluss:

Guter Kork

Preis:

5,55

Bewertung: 2 von 5 





Geruch/Blume
Deutliche Stallnoten, zwischen trockenem um feuchtem Heu(futter). Eine unreife Frucht / dunkle Beere im Hintergrund. Praktisch keine Änderung nach dem Schwenken, die zweite Nase vielleicht etwas stechender als die erste.
Geschmack/Mundgefühl
Extrem bitter - und sauer - das haut vom Stuhl! Eigentlich wollte ich dies als ersten, unwillkürlichen Gedanken in Anführungszeichen setzen - doch warum! Zum Abgang hin ein übles Beizen. Ich sehe mich schon den Korken in die Flasche zurückdengeln und - zum ersten Mal - einen Wein zurückgeben (EDEKA ist hier fußläufig zu erreichen) [*]! Aber: noch mal Glück gehabt, auch dieser anfängliche Eindruck ist ein Extrem, und er gibt sich schon mit dem nächsten Schluck, jedenfalls etwas. Das Saure verschwindet, das Bittere jedoch bestimmt auch weiterhin den hinteren Gaumen und verhagelt den an sich besser werdenden Eindruck - mit jedem Schluck aufs Neue.Besser deswegen, weil sich Volumen einstellt, eine feine Süße schafft es um Längen nicht, einen Kontrast zum Bitteren zu bilden, erfreut aber trotzdem. Dazu Karamell, was gut zum leicht pomadigen, milden Mundgefühl passt. Zwischen bitter und süßlich ist noch Platz für eine herbe Note, herrührend vor der gleichen Frucht, die sich schon in der Nase nicht so recht zeigen wollte. Angegriffener Zahnschmelz zeigt, dass die Säure doch nicht verschwunden ist, etwas Konzentration zeigt einen mineralischen Charakter - zeitnahes *burb* belegt das Vorhandensein auch akustisch. Pelz bleibt aus.
Abgang/Nachgeschmack
Der Abgang: Gallenbitter! Im Nachgeschmack dann ein schöner Nachklang - der positiven Eindrücke! Jetzt fast noch reicher an Volumen, vor allem weniger bitter, Karamell wieder, bevor der Carro langsam zu Esspapier oxidiert. Ganz zum Schluss bleibt: das Bittere am Gaumen. Herrjeh.

Fazit:
Dieser Wein ist fehlerhaft. Also die Flasche - so hoffe ich! Niemand verkauft einen Wein mit solch verbittertem Gaumen freiwillig - und schon gar nicht für 5,55€.
Für die positive Annahme, eine miese Flasche gegriffen zu haben, sprechen die Stärken, die der Wein durchaus hat.
Das, was ich hier Glas habe, ist jedoch sicher keine "3" wert - ob Sie dennoch den Griff ins Regal wagen, das kann ich nur Ihnen überlassen!

Nachtrag I:
Auf dem Weg, die Plörre in der Keramik zu entsorgen, sticht mir der silberne Plömpel des "Wine Advocate" ins Auge - und er kündet von "90 Points"... was es nicht alles gibt...

Nachtrag II:
[*] Tatsächlich habe ich die 4/5tel-volle-Flasche - nachdem ich sie erneut fotografiert habe - zu EDEKA zurückgebracht, meine Reklamation sachlich ("schmeckt scheiße" & "hat eindeutige Fehler") vorgetragen - und bekam die 5,55€ anstandslos zurück erstattet!


Dieser Wein wurde verkostet am Montag, 12. Dezember 2016





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  Zuletzt probiert:
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  Aktuelle Empfehlung:
Prodigo Nero d'Avola 2016

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