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Chianti Rosso Piccini 2008
Chianti Rosso Piccini 2008

Herkunft / Traube: 

Toskana / ?

Land:

Italien

Jahrgang:

2008

Alkoholgehalt:

13%

Geschmacksrichtung: 

Tocken

Verschluss:

Sehr guter Kork

Preis:

4.99

Bewertung: 5 von 5 





Geruch/Blume
Zurückhaltende, holzig-trockene Tannine in der ersten Nase; wenig mehr - ein Hauch von Zitrusfrucht. Zudem eine unbestimmbare Note von Parfum, schwer zu beschreiben. 
Eine Welle milder, schwerer Kellertöne bricht sich in der zweiten Nase - klasse! Steinstaub, uralter Dachboden... oder: So stellt man sich vor, was Howard Charter in der Nase gehabt haben dürfte, seinerzeit in Ägypten - allerdings ohne die toxischen Schimmelsporen! Was ihm dort sicher nicht untergekommen ist sind die schwachen fruchtigen Noten, Mandarine(-nschale), eine Anlehnung an die Zitrusfrucht der ersten Nase. 
Verflacht erstaunlich schnell...
Um dann - nach einer Weile - Assotiationen von trockenen Unterholzes eines unberührten, alten Waldes wach werden zu lassen - einfach großartig.
Geschmack/Mundgefühl
Schon beim Schlürfen erfüllt sich der Erwartung, auch im Geschmack etwas Besonders im Glas zu haben: Das holzig-Trockene ist wieder präsent, sehr trocken sogar im ersten Moment, fast adstringent kommt der Wein daher. Aber schnell legt sich eine feine Fruchtigkeit zuerst auf den Gaumen und dann - von hinten nach vorne - auf die Zunge. Eine außerordentlich hintergründige Herbheit, die erst ganz spät zutage tritt, ist eine erwähnenswerte Facette:
Diese zeitlichen Unterscheidungen in einem einzigen Schluck erfreuen den Autor stets aufs Neue! Wie für einen Chianti zu erwarten mangelt es etwas an Fleisch, auch ein wenig an Struktur, sicher aber an Wucht - und das ist gut so! 
Das Mundgefühl als "samten" zu bezeichnen wäre sicher eine literarische Überhöhung, die adstringenten Nuancen sind doch zu präsent, kurz, aber ebenso unüber"seh"bar.
Säure ist ständig da, allerdings nirgendwo wirklich verortbar, hintergründig, mineralisch auf jeden Fall. Der ganz feine Belag auf vorderer Zunge und Gaumen ist nicht wirklich als Pelz zu bezeichen und passt einwandfrei ins Gesamtbild.
Abgang/Nachgeschmack
Schwer zu beschreiben der Abgang: Nicht wirklich ausgeprägt, aber auch nicht ein Nachklang des Geschmacks. Etwas Nussiges stellt sich ein, wie die - eigentlich ungenießbaren - Häutchen der Walnuss, wirklich nur als Assoziation. Der Nachgeschmack schwach, aber durchaus stringent; hält nicht lange vor, die Mandarinenschalennoten aber bleiben durchaus. Gut! 

Fazit:
Nach einen langen Tag und einer langen Beschreibung langt es seitens des Autors konstitutionell nur noch für ein einfaches: kaufen! 


Dieser Wein wurde verkostet am Montag, 03. Dezember 2012





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