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Cours la Reine Languedoc 2014
Cours la Reine Languedoc 2014

Herkunft / Traube: 

Languedoch / ?

Land:

Frankreich

Jahrgang:

2014

Alkoholgehalt:

13,5%

Geschmacksrichtung:

Trocken

Verschluss:

Guter Kork

Preis:

1,80(*)

Bewertung: 5 von 5 


 
 

Geruch/Blume
Weit über dem Glas wölbt sich die kräftige, fruchtbetonte erste Nase. Am Glas dann mehr Gerbstoffe, trocken und ausgewogen - und deutlich weniger der herben Frucht, die Richtung Holunder und unreifer Brombeere spielt. Ganz ähnlich die zweite Nase, sie ist gemäßigter, nicht wirklich runder als die erste, und tatsächlich weniger präsent als noch vor dem Schwenken.
Nachtrag: Steht er länger offen, entwickeln sich feine Raucharomen.
Geschmack/Mundgefühl
Mild das Mundgefühl schon vor dem Einziehen der Luft. Dann bietet der Cours la Reine in der Grundtendenz etwas, das man am ehesten als "frisch" bezeichnen möchte, oder auch als leicht. Negativ formuliert fehlt es ihm an Tiefe, obwohl das Volumen ausgezeichnet ist: Der Wein kommt praktisch überall vor, nur halt mäßig ausgeprägt. Die herben Fruchtnoten aus dem Bouquet finden sich hier wunderbar wieder, auch einige der Gerbstoffe schaffen es problemlos bis in den Geschmack. Etwas Herbes zum Abgang hin geht in Richtung Kork - aber nicht in Richtung "Korkschmecker" - auch dies eine besondere Note. Das milde Mundgefühl löst sich auf (im Sinne von: wird klarer) in feine Karamellnoten - großartig -, und bietet zudem mit der Zeit zunehmende Struktur.
Die Säure ist unscheinbar, doch nicht un-schmeckbar, herrlich mineralisch und ein weiteres Highlight - resultierend zartes *burb* nehmen wir hier gerne in Kauf. Ein feiner Belag ist noch kein Pelz.
Auch hier ein Nachtrag: Ähnlich dem Bouquet finden sich mit der Zeit auch im Geschmack solch' feine Raucharomen wieder - großartig.
Abgang/Nachgeschmack
Kaum Abgang. Mit Phantasie weiter Karamell'n. Im Nachgeschmack nicht mehr so facettenreich - oder besser: Alles ist etwas abgeschwächter, nicht mehr so deutlich. Aber: Ein schöner, gleichmäßiger Nachklang. Und als würde das alles nicht schon zuviel des Guten sein, oxidiert der Wein praktisch überhaupt nicht, sondern verschwindet einfach - wenn auch recht schnell. Am Ende bleibt: das Karamell'ne Mundgefühl. Umwerfend.
 
Fazit:
Hier möchte die Verkostung kein Ende nehmen: Man will immer noch mal hinschmecken, noch mehr herauszufinden, die Einzelheiten - und das Gesamtbild -genießen. Großes Kino. Ein reines Vergnügen. Mein Favorit der letzten Wochen!
Und als ich den Bon in die Finger nahm, bin ich fast umgefallen: Das soll der Wein sein, der für 1,80€ (*) verkauft wurde??? Ich kann die Verkostung kaum schnell genug online stellen, damit möglichst viele Menschen Gelegenheit bekommen, sich den Languedoc unter in ihrer Filiale den Nagel zu reißen.
Dieser Wein ist ein MUSS!

(*)
Ich erinnere mich an das Schild in der Filiale von Rossman, das an diesem Wein prangte. Es zeigte, dass der Wein wohl mehrfach (von 3,XX€) runtergesetzt wurde auf 1,80€. Ich halte dies für ein Signal, dass er aus dem Sortiment genommen wird... Für mich ergibt die Konsequenz, dass ich sofort morgen wieder dahin fahren und alles aufkaufen werde, was dieses Etikett trägt!


Dieser Wein wurde verkostet am Montag, 01. Mai 2017





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Der Vakuum-Verschluss

Vakuumverschluss aus der Vignon-Serie

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