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Don Ramón 2014 Campo de Borja
Don Ramón Campo de Borja 2014

Herkunft / Rebsorte:

Aragonien / Garnacha, Tempranillo

Land:

Spanien

Jahrgang:

2014

Alkoholgehalt:

12,5%

Geschmacksrichtung:

Trocken

Verschluss:

Perfekter Kork

Preis:

3,49€

Bewertung: 4 von 5



 

Geruch/Blume
Leicht vegetativ die erste Nase, reichlich Aschenoten und etwas, das an Orangenschale erinnert. Fruchtiger nach dem Schwenken, immer noch einige Aschenoten, jetzt aber etwas dumpfer mit einer Tendenz zu Karamell. Sehr hübsch.
Geschmack/Mundgefühl
Der erste Schluck hat eine Zeit-Komponente, anfänglich leicht adstringent, dann sich verteilend über den ganzen Mundraum mit einem späten Abschluss am hinteren Gaumen. Später, tja, irgendwie weniger spannend. Die so geweckte Erwartung großen Volumens bleibt unerfüllt... Jetzt fällt vor allem dass äußerst wässrige Mundgefühl ins Gewicht, das schon sehr an stilles Wasser erinnert und vor allem von der Zunge vermeldet wird. Zum Glück lässt dies ein wenig nach - mit der Zeit.
Der Don Ramón findet besonders am Gaumen statt, hier zeigt er mit wenig herber, unreifer Frucht Präsenz, abgerundet mit der mäßigen Süße und mehr als einem Hauch Karamell, wie es schon die Blume andeutete.
In der Säure undefinierbar. So gescholten, bringt sie sich direkt mit zartem *burb* in Erinnerung, muss also vorhanden sein. Ein kurzer Belag mit jedem neuen Schluck ist noch kein Pelz.
Abgang/Nachgeschmack
Nun, pägnant wäre für den Abgang arg übertrieben, aber dadurch, dass der Wein stets den Gaumen bis zum Ende bespielt, doch ein hübsches, leicht herbes Exemplar. Der Nachgeschmack ist vom Geschmack praktisch nicht zu unterscheiden, der Wein ändert sich so ungewöhnlich wenig - und oxidiert auch nicht -, dass die Rubrik hier schon fast fehl am Platze scheint. Ganz zum Schluss - und das dauert! - bleibt dann ein leichter Belag und ein Ansatz von Pappe.
 
Fazit:
Auf diese Flasche war ich besonders neugierig: Gefunden auf dem bei diesem Discounter oftmals beschriebenen (und hochgelobten) "Grabbeltisch" hat er ein rein spanisches Etikett - also anscheinend nichts, was nur für den Export produziert wurde... Schwer, dann objektiv zu bleiben und kein Wunschdenken in die Verkostung zu mixen.
Trotz einer gewissen Enttäuschung: Er ist sein Geld auf jeden Fall wert, auch wenn das Volumen erst so richtig zunimmt (und das wässrige Mundgefühl ab), während diese Zeilen entstehen (also evtl. dekantieren).
Für 3,49Euro werde ich ihn dennoch sicher beim nächsten Besuch bei NORMA wieder einpacken, so noch vorhanden.

Nachtrag:
Nach einem drittel-Glas (falls man das so schreibt) merke ich eine deftige Abnahme der Konzentration. Es wird wohlig warm. Und so schön leicht... Was eindeutig auf Alkoholmissbrauch hindeutet!
Anders formuliert:
Schon nach der Pfütze hat man spürbar und reichlich die Lampe an (bei 12,5Vol/%???) - also Obacht! Vor allem im Straßenverkehr! Nehmen Sie ein Taxi!


Dieser Wein wurde verkostet am Freitag, 10. November 2017





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