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Donpà Aglianico del Vulture 2012
Donpà Aglianico del Vulture 2012

Herkunft / Traube: 

Basillicata / Aglianico

Land:

Italien

Jahrgang:

2014

Alkoholgehalt:

13,5%

Geschmacksrichtung:  

Rauputz

Verschluss:

Brüchiger Kork

Preis:

6,99

Bewertung: 2 von 5 





Geruch/Blume
Ziemlich stark Korknote im Vordergrund, sonst sehr trocken, wenige Gerbstoffe und etwas Saures, das böse Erinnerungen an den letzten del Vulture von Aldi hervorruft. Schweißnoten nach dem Schwenken, trockener, mehr Gerbstoffe, getrocknetes Holz, nichts Saures mehr.
Geschmack/Mundgefühl
Nichts Saueres auch hier (puh!), dafür adstringent, ein deutlicher Belag macht sich umgehend breit. Und breiter. Und noch breiter. Man hat das Gefühl, durch den Pelz gar nichts mehr erschmecken zu können. Besonders der vordere Mundraum ist durchtapeziert.
Weiter hinten etwas von Frucht, zwischen Kirsche und Erdbeere. Zählt man den Pelz mit, recht voluminös. Wärhrend der besagte vordere Mundraum sich alaunig zusammenzieht, vermittelt der Donpà Aglianico das Gefühl, dass sich der hintere geradezu öffnet - praktisch zwei Weine in einem - was es nicht alles gibt! Zu der mäßigen Frucht gesellt sich fein ausgewogenes Herbes. Wär' der Wein doch nur überall so... Auch schwer, die Säure zu klassifizieren, man muss sich schon stark konzentrieren, sie aus der Tapete herauszuschmecken. Doch hat man sie gefunden, entpuppt sie sich als ebenso fein wie das Herbe, hier dann fein-mineralisch. Gut.
Abgang/Nachgeschmack
Nicht besonders ausgeprägt, aber mit Resten des fein-Herben der Abgang. Im Nachgeschmack dominiert das verpelzte Mundgefühl - und leider sonst nichts.
 
Fazit:
Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich den Aglianico del Vulture bei Aldi Ende 2016 überhaupt kaufen soll, denn der letzte war einer der schlechtesten Weine, die ich je getrunken hatte. Aber er heißt anders, hat ein anderes Etikett - also mal schauen... Sogar bei Wikipedia habe ich recherchiert, um "del Vulture" einordnen zu können. Nun, es handelt sich um ein Anbaugebiet, das den "DOC"-Status genießt.
Und so sehen wir auch jetzt - wieder einmal! - dass "kontrollierte Herkunftsbezeichnungen" (wie eben DOC, das auch als Etikett am Flaschenhals klebt) absolut NICHTS über die Qualität des dort produzierten Weines aussagt.

Auch dieser Aglianico ist unterirdisch. Reines Fass mit Dreingabe. Im Gegensatz zum Preis - der ist total abgehoben.
Und auf der Kippe zwischen der "2" und der "3" ist der Preis die letzte Entscheidungshilfe für die "2". Trockene Weine mit viel Pelz und vielen Fassnoten mag man ja mögen - dafür aber 6,99€ auszugeben, das haut genau dem Fass dann die Krone ins Gesicht - Finger weg!

Nachzutragen bleibt, dass auch diese trinkbare Fassschnipsel-Brause (wie der o.g. Vorgänger) vom "Gambero Rosso" mit "2 Gläsern" ausgezeichnet wurde - das lässt sich nur erklären, wenn die Kollegen vorher zu Mittag Pizza doppelt-Knoblauch hatten...


Dieser Wein wurde verkostet am Sonntag, 13. November 2016





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