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Doppio Tratto Primitivo Puglia 2016
Merlot Pays d'Oc 2017

Herkunft / Traube:

Apulien / Primitivo

Land:

Italien

Jahrgang:

2016

Alkoholgehalt:

13,5%

Geschmacksrichtung:  

Halbtrocken

Verschluss:

Leicht rissiger Kork

Preis:

3,59€

Bewertung: 4 von 5 
 
 
 
 

Geruch/Blume
Kräftig die Hefewolke um das Glas nach dem Einschenken. Die erste Nase ist trocken, deutlich Steinstaub, sonst wenig auffällig. Immer noch vorwiegen trocken, komplexer nach dem Schwenken, nein, "komplexer" trifft es nicht, die wenigen Noten verteilen sich nur breiter, sodass besser von mehr Volumen zu sprechen ist. Die - langsam von einem Primitivo doch erwartete - Frucht zeigt sich weiterhin nicht, mit sehr viel Phantasie eine Nuance aus der Zitrusfraktion.
Geschmack/Mundgefühl
Ah! Da ist die Frucht! Äußerst ungewöhnlich, dass nach einer null-Nase eine Frucht so kräftig im Geschmack daherkommt. Und als Erdbeere umgehend zu identifizieren ist. Ebenso umgehend geht es von trocken zu süß, passend zur Erdbeere, die leicht gezuckert serviert wird. Zwar schafft es der Doppio Tratto nicht wirklich bis über die Mitte des Mundraumes; so bleibt das Volumen spärlich. Da, wo der Wein stattfindet, ist er kräftig. Und nirgends wässrig - ein Labsal nach den zuletzt verkosteten Kandidaten - statt dessen durchaus ein Ansatz von Struktur. Und ein zeitlicher Verlauf: Der Wein rollt langsam über die Zunge, es wird weiter hinten später süß als vorne, und zwar lange nach dem Verschlucken. Auf eine kontrastierende Herbe warten wir vergeblich. Auch Säure zeigt sich nicht - dafür Null Pelz.
Abgang/Nachgeschmack
Und Null Abgang - keine Überraschung diesmal. Schön (süß) analog zum Geschmack auch der Nachgeschmack, jetzt mehr in Richtung Zitrusfraktion mit Mandarine (die aus der Dose). Und praktisch keinerlei Oxidation. Gut!
 
Fazit:
Ein interessanter Wein mit echtem (Frucht-)Knalleffekt. Leider eher süß denn klassisch fruchtbetont, und da dies das einzig Erwähnenswerte des Geschmackes ist, reicht es objektiv lediglich für die "3".
Bis zu diesem Punkt - denn der wiederum ungewöhnlich extrem lang - und unverändert - anhaltende Nachgeschmack ist die zweite Überraschung, mit der der Wein sich empfiehlt... 3,59€ ist da nicht zu viel. So schafft es der Primitivo doch zur "4".
Und subjektiv - nach den Plörren der letzten Zeit - ein Genuss (wenn auch eine Blindverkostung eher auf einen Nero d'Avola hätte schließen lassen - oder gar einen Appassimento).


Dieser Wein wurde verkostet am Freitag, 06. April 2018





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