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Enantio Roeno 2006
Enantio Roeno 2006

Herkunft / Traube:

Etschtal / Enantio

Land:

Italien

Jahrgang:

2006

Alkoholgehalt:

14%

Geschmacksrichtung:  

Sehr trocken

Verschluss:

Leicht rissiger Korken

Preis:

6,99

Bewertung: 4 von 5 





Geruch/Blume
Sehr fruchtbetont direkt nach dem Einschenken, Kirsche, Pflaume, jeweils fast überreif, später in Richtung Limonigem gehend, dazu Steinstaub im Hintergrund. Begleitend milde Gerbstoffe. Nach dem Schwenken drängt der Steinstaub in den Vordergrund, dazu trockener Tabak und mäßige Schweißnoten, nicht unangenehm. Die Früchte allerdings hat man wohl rausgeschwenkt...
Geschmack/Mundgefühl
Krachend adstringent und mit umgehenden Speichelfluss trifft der Wein nach oben beschriebener Blume den Verkostenden beim ersten Schluck unerwartet hart. Mit dem zweiten Schluck wird es dann milder, es legt sich jedoch ein deutlicher Pelz im ganzen Mundraum ab, der zum Glück ebenso schnell verschwindet, wie er gekommen war. Jetzt erst kann man sich den Details widmen, auch wenn der Pelz wirklich irritiert: Der Wein hat ansprechendes Volumen und ordentlich "Fleisch", die Struktur, so vorhanden, geht in den Haaren Pelzes flöten. Zumal der Wein bei jedem weiteren Schluck doch wieder erst einmal diese kräftige Adstringenz an den Tag legt - sie ist zwar nicht so krachend wie anfangs, stört aber wirklich erneut, bei jedem einzelnen Schluck.
Trotzdem ist das Gesamtbild nicht wirklich so aride wie bei manchem hier verkosteten adstringenten "Parker"-Wein. Mit viel Konzentration kann man die Früchte der Blume erahnen, nicht mal die Säure zeigt sich wirklich deutlich in dem Gewusel von abklingender Adstringenz und Belag.
Abgang/Nachgeschmack
Vielleicht ist die oben beschriebene Reizüberflutung schuld, die vor allem den vorderen Mundraum betrifft, aber außer einigen Frucht-Anklängen rettet sicht nichts soweit, dass man es als "Abgang" bezeichnen könnte. Im Nachgeschmack harmlos und wenigstens harmonisch zu den - wenigen - Noten des Geschmacks.

Fazit:
Wieder einmal zeigt sich, dass die Meriten, die der Wein von wem auch immer bekommen hat (in diesem Falle 2 Gläser des "Gambero Rosso") in eine Kategorie fallen, die wir am Niederrhein "in die Haare schmieren können" nennen... zumal für 6,99€!
Die "4" nur knapp wegen der schönen, milden Blume.
Auch hier lässt sich ob des Jahrganges 2006 - verkostet im Jahre 2013 - durchaus wieder einmal vermuten, dass der "Ausbau" im Holzfass der eigentliche Grund für die Makel sein dürfte.

Nachtrag:
Informationen zu "Herkunft" und "Traube" sind - wie stets - lediglich dem Etikett geschuldet; da mir die Traube "Enantio" nicht geläufig war, wird ein Eintrag im Glossar folgen.


Dieser Wein wurde verkostet am Sonntag, 13. Oktober 2013





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