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Ondarre Rioja Reserva 2004
Ondarre Rioja Reserva 2004

Traube:

Tempranillo

Land:

Spanien

Jahrgang:

2004

Alkoholgehalt:

13,5%

Geschmacksrichtung:  

trocken

Verschluss:

Rissiger Kork

Preis:

?€

Bewertung: 5 von 5 





Geruch/Blume
Würzig, kräftig und Gerbstoff-lastig zieht der Wein die erste Nase hinauf. Dazu trockenes Heu / Grassilage. Der zweiten Nase bieten sich atemberaubende, milde Schweißnoten, Steinstaub und trockenes Holz - mehr nicht. Ungewöhnlich, diese Reihenfolge, der Verkostende erwartet ja standardgemäß, dass die Blume sich nach der ersten Nase eher entfaltet statt verschließt.
Hier dürfte das Dekantieren einen ausschlaggebende Rolle gespielt haben. 
Geschmack/Mundgefühl
Ganz die erste Nase ist der Wein auf Anhieb sehr herrisch, beansprucht die komplette Aufmerksamkeit, kracht geradezu und bringt die Speicheldrüsen in Schwung. Sehr groß im Volumen, der gesamte Mundraum ist erfüllt von herben Beeren, Holunder, Brombeere, leicht unreif, ein Hauch von Erdbeere. Vor allem auf vorderer Zunge und Gaumen irritiert im ersten Moment ein feinnadeliger Pelz... nicht die Bohne! Im Gegenteil, so kraftvoll, wie der Wein daherkommt, hätte man einen feinen Pelz durchaus vermisst! Im weiteren Verlauf verlieren sich die herben Beeren ein wenig, und es gibt einen Anklang von Rosenwasser - allerdings auch mit der im Namen schon vorkommenden Wässrigkeit. 
Mit jedem Schluck adstringenter, aber jeder Schluck gewährt auch das oben Beschriebene mit schöner Gleichmäßigkeit.
Die Säure ist weder konkret fruchtig noch mineralisch, unaufdringlich, und bedarf schon einiger Konzentration, entdeckt zu werden.
Abgang/Nachgeschmack
Anklänge der vegetativen Seite finden sich ausgerechnet im Abgang wieder - auch hier muss man einen Moment warten, bis sich das Empfinden von "Anklang" in "deutlich" wandelt - eine Herausforderung, der sich Weinfreund und -freundin gerne stellt!
Immer noch fordernd und ausdrucksstark im Nachgeschmack, viele Facetten lassen sich finden, lange, nachdem der Wein getrunken wurde - beispielhaft!

Fazit:
Der Ondarre ruhte schon lange im Weinregal - ich habe mich nie getraut, ihn zu verkosten: Er wurde schon mit "Unbedingt dekantieren" beworben... und mit Blick auf die geneigten Besucher dieser Site ist dies für den Alltagsgebrauch ja eher weniger geeignet...
So habe ich mir die Weihnachtstage ausgesucht, diesen Wein zu entkorken - und zu dekantieren...
Ein HighLight!
Allerdings dürfte der hier verkostete 2004er Jahrgang garantiert nicht mehr zu finden sein (deswegen auch keine "Aktuelle Empfehlung")
Der nächste Ondarre - versprochen! - wird hier eher veröffentlicht!
 
Und so muss ich auch den Preis schuldig bleiben (das "?" steht dafür), da der Bon ist längst den Weg alles Irdischen gegangen ist.


Dieser Wein wurde verkostet am Dienstag, 25. Dezember 2012





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