Wein für Jedermann ¤¤¤ €€€ Wo kaufen? €€€ ¤¤¤ EDEKA ¤¤¤ Solaz Osborne 2010
 
 
 
 
Solaz Osborne 2010
Solaz Osborne 2010

Herkunft / Traube: 
 

Kastillien / Tempranillo, Cabernet Sauvignon

Land:

Spanien

Jahrgang:

2010

Alkoholgehalt:

13.5%

Geschmacksrichtung:

trocken

Verschluss:

Plastik

Preis:

4,44€/l

Bewertung: 4 von 5 

 


Geruch/Blume
Heunoten und reichlich vergorene Grassilage erinnern fast an Kuhstall, die Eindrücke bringt man mit Wein jetzt nicht direkt in Verbindung, jedenfalls nicht in der ersten Nase. Nach dem Schwenken dann deutlich weniger vegetativ, knackige Gerbstoffe treten in den Vordergrund, dazu deutliche Schweißnoten. Das war's dann auch schon, abgesehen von einer interessanten Nuss-Note, die sich noch entfaltet.
Geschmack/Mundgefühl
Sehr adstringent im ersten Moment und sehr stark alkoholisch, umgehend leichte Rötung der Wangen - puh. Kräftig geht es weiter, das Adstringente allerdings verdünnisiert sich erfreulicherweise recht umgehend. Es tritt so ein kraftvoller Wein mit viel Fleisch hervor, der auch durch den langen Verlauf bis zum Abgang ein schönes Beispiel für "Struktur" ist. Das Alkoholische allerdings bleibt uns erhalten, bei jedem Schluck zieht es am hinteren Gaumen reichlich die Nase hinauf - die Wangen werden rot und röter. Auch das Volumen ist ansprechend, wenn auch die Zunge nicht so gefordert wird wie der Gaumen.
Eher aus dem Mundgefühl von (lange) gekauter Apfelschale heraus ein paar Erinnerungen an überlagerten Apfel mit entsprechend schrumpeliger Haut - keine wirklich konkrete Frucht; später etwas in Richtung Kirsche, mit jedem Schluck deutlicher zutage tretend.
Säure ist völlig hintergründig, wenn überhaupt, dann mild zu nennen, unauffällig... angenehm. Trotz der anfänglichen Adstringenz stellt sich Pelz über die Zeit nicht wirklich ein, ein feiner Belag begleitet, ist aber völlig harmlos.
Abgang/Nachgeschmack
Der Abgang verraucht etwas in dem alkoholischen Aufzug, schwer, etwas Konkreteres zu beschreiben. Im Nachgeschmack dann schon fast mild und schön passend zum Geschmacksempfinden. Und recht lange anhaltend, wenn auch der schrumpelige Apfel mit der Zeit überwiegt. Ganz zum Schluss dann der feine Belag, s.o. 

Fazit:
Viele - wenig konkrete - Eindrücke ergeben dennoch ein Gesamtbild, vor allem ein Bild von Kraft und Reife. Schwer, dies genauer zu beschreiben... auf jeden Fall ausreichend für eine 4.

Bemerkung:
Trotz der 4,44€ ist die Schrift für den Preis in der Übersicht in Grün gehalten - er soll entsprechend im Angebot sein.


Dieser Wein wurde verkostet am Samstag, 08. Juni 2013





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