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Compasso 2014
Compasso

Herkunft / Traube:

(*) ??? / (*) ???

Land:

Italien

Jahrgang:

??????????? (**)

Alkoholgehalt:

13%

Geschmacksrichtung:

Halbtrocken, fast lieblich

Verschluss:

Plastik

Preis:

2,49€

Bewertung: 3 von 5 

 

 

Geruch/Blume
Ansprechend dumpf der Grundton, vorne weg Karamell, was jedoch schnell nachlässt, dafür tritt dann eine frische Note, die an Limonade erinnert, aus dem Hintergrund hervor. Seifig ist der erste Eindruck nach dem Schwenken, es geht weiter in Richtung Limonade, jetzt deutlicher die Limone als Frucht; im Ganzen wenig Änderung zur ersten Nase.
Geschmack/Mundgefühl
Tja, das Limonadige bleibt uns erhalten. Zwar hat der Compasso ein schönes Volumen, doch so richtig als Rotwein mag er sich nicht vorstellen. Sehr süß im Grundton, fast klebrig das Mundgefühl, herrjeh... Die Zitrusfraktion bestimmt sowohl den Geschmack als auch die deutliche, fruchtige Säure. Dazu Kirsche, überreif, ebenfalls recht prägnant. Immerhin klebt es mit der Zeit nicht mehr so arg, der Wein gewinnt an Struktur. Nunja.
Abgang/Nachgeschmack
Praktisch kein Abgang. Das süß-Klebrige bestimmt - wen wundert's - auch den Nachgeschmack, auch hier wieder die o.g. Früchte, ansprechend die Kirschnote. Oxidiert kaum, verschwindet aber auch nicht so schnell, wie man es sich wünschen würde... Wenigstens der Nachgeschmack bekommt so über die Zeit einige wenige herbe Aspekte. Ganz zum Schluss Esspapier, und es klebt.

Fazit:
Wieder bestätigen sich alle über die Jahre gemachten Erfahrungen hinsichtlich des "Berlin Wine Trophy"-Plömpels, der den Flaschenhals ziert. Er ist vielmehr eine Warnung denn ein Gütesiegel! Als "Limmo mit Alk" hätte der Wein sicher reüssiert, doch als Rotwein ist er nur - süßer - Durchschnitt mit Volumen.
Immerhin wird er wenigstens nicht als "trocken" beworben.

Nachtrag:
Das hintere Etikett ist tatsächlich - ausgenommen die Angaben der Sulfite - komplett in Deutsch gehalten: Ein Wein für den Export, und auch nur das.
Außerdem: What the heck is "Luca Maroni"? Das Produkt wird mit 97 Punkten dieses Labels beworben... Wahrscheins ein Knabe, der die Einschätzung passend zu einer Tüte Fruchtgummis durchführen durfte... ?

(*) Das Beste jedoch kommt (fast, s.u.) zum Schluss, nämlich ein Zitat von o.g. Etikett: "Compasso ist eine Cuvée aus Rebsorten verschiedener Anbaugebiete und wurde teilweise im Holzfass ausgebaut"... Kein Witz! "verschiedener" und "teilweise" steht da wörtlich!
Ich überlasse die weitere Einschätzung der tatsächlichen Herkunft und Qualität der Ingredenzien dem geneigten Leser...

(**) "Fast zum Schluss" - denn es kommt noch skurriler: Der Wein hat nicht einmal einen Jahrgang! Und das, obwohl ihn ZWEI Qualitäts-Plömpel Meriten verleihen... verleihen sollen... man sollte eines: den Wein da lassen wo er ist, nämlich im Regal, alleine, um dieser massiven Verarschung keinen weiteren Vorschub zu leisten!!!


Dieser Wein wurde verkostet am Donnerstag, 15. September 2016





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