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Tempranillo BIO - 2017
Bio Tempranillo 2017

Herkunft / Traube:

Kastillien / Tempranillo

Land:

Spanien

Jahrgang:

2017

Alkoholgehalt:

12,5%

Geschmacksrichtung:  

Nerz mit Früchten

Verschluss:

Schraube

Preis:

2,19€

Bewertung: 1 von 5 





Geruch/Blume
"Das Seifige des Vorgängers bleibt uns erhalten" - Schade, dass dieses Zitat des 2016er direkt zu Beginn passt. Sonst ist die erste Nase trockener, leider auch gänzlich ohne Gerbstoffe, dafür wieder mit Steinstaub aufwartend. Etwas mehr von allem nach dem Schwenken, was dazu verführt, der Blume ein ganz klein wenig Komplexität anzudichten.
Geschmack/Mundgefühl
Statt Säure gibt es diesmal einen richtig fetten, ansatzweise adstringenten, pelzigen Belag, der sich umgehend auf so ziemlich alles legt, was sich im Mund befindet. Und auch wieder verschwindet. Zeitnah. Um beim nächsten Schluck zurückzukehren - damit war zu rechnen; erfreulich, dass es nicht mehr derart pelzig zugeht, dass man nach dem nächsten Kürschner googeln möchte (jedenfalls auf der Zunge, s.u.)
An diesem Belag kommt man zu keiner Zeit vorbei. Entsprechend mühsam, sich auf die überraschend reichlich vorhandene Frucht in Form überlagerter Kirsche und matschiger Erdbeere zu konzentrieren. Während man sich noch den Gaumen rasieren möchte, sind diese schönen Fruchtnoten auf der Zunge konzentriert, fein-süß und eigentlich richtig gut. Zum Abgang hin ein leichtes Brennen - die dafür wahrscheinlich ursächliche Säure kriegt man jedoch nicht zu fassen, immerhin ruiniert sie den 2017er BIO Tempranillo nicht so wie den Vorgänger.
Ob der Belag schneller nachlässt, oder man sich nur dran gewöhnt - schwer zu sagen, doch es finden sich später ein paar nicht minder bemerkenswerte herbe Noten mit zunehmendem Volumen.
Abgang/Nachgeschmack
Und sogar Abgang, leicht herb, fein-süß - gut! Auch der Nachgeschmack ist recht gut, ganz ähnlich dem Geschmack. Während der Belag weiter schwindet, oxidiert der Wein nur langsam in Richtung Apfel und der analogen Kitsche.

Fazit:
Unerträglich!
Dieser Pelz ist ein so massiver Fehler, dass der Wein in die Kanalisation wandert. Sehr schweren Herzens, denn er hat echte Stärken. Ein echtes Rätsel, wie man einen Wein so verhunzen kann...


Dieser Wein wurde verkostet am Dienstag, 03. April 2018





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