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Valpolicella Ripasso 2013 Superiore
Valpolicella Ripasso 2013

Herkunft / Traube: 

Venetien / Corvina, Rondinella

Land:

Italien

Jahrgang:

2013

Alkoholgehalt:

13,5%

Geschmacksrichtung:  

trocken

Verschluss:

Guter, merkwürdig weißer Kork

Preis:

5,99

Bewertung: 3 von 5 





Geruch/Blume
Grassilage und feuchtes Laub, im Hintergrund etwas von Frucht, Kirsche vielleicht. Die grünen Noten verfliegen schon, bevor man geschwenkt hat, der Valpolicella tendiert dann in Richtung der Holzasche des 2009er, die feine Frucht im Hintergrund bleibt erhalten. Auch der 2013er verflacht deutlich nach dem Schwenken, immerhin wird das Gesamtbild harmonischer, trockener.
Geschmack/Mundgefühl

Nach diesem Start haut es einem beim ersten Schluck nachgerade vom Hocker: Der Wein explodiert geradezu im Mund, fruchtbetont, trocken und mit großem Volumen stellt sich der Geschmack nach dem ersten Schluck vor. Auch jetzt wieder: mäßiger der zweite Schluck. Nicht mehr so explosiv, jetzt findet sich auch die "feine Bitterkeit" des o.G.; auch der Sanddorn ist zurück, nichts mehr zu merken von der Kirsche der vor allem ersten Nase. Am hinteren Gaumen tut sich wenig bis gar nichts - also auch nichts Feuriges - man vermisst es nicht, ebensowenig wie den Pelz.
Was jetzt nicht so erfreut ist die zunehmende Bitterkeit, die schnell das Zepter führt. Und dass es doch wieder anfängt zu brennen, diesmal jedoch direkt am Gaumen und nicht erst zum Abgang hin - irritierend. Abschließend ein Zitat: "Die Säure ist - nicht ganz hintergründig - mineralisch..." doch drängt sie sich mehr und mehr in den Vordergrund, sodass man schließlich nicht mehr weiß, ob das Bittere oder das Säuerliche weniger ansprechend ist.
Abgang/Nachgeschmack
Ein spürbarer Abgang mit - wo kommt das denn her - Zitrusnoten? Merkwürdig. Im Nachgeschmack harmlos, etwas Apfelschale, recht schnell oxidierend. Mäßig!

Fazit:
Trotz erheblicher Ähnlichkeiten ist der 2013er Valpolicella Ripasso um Längen nicht so gut wie derjenige, der hier einst die "5" bekam; vor allem der Gaumen wird nicht "umschmeichelt", zuviel Säure, zuviel Brennen, nichts "hintenraus" - und so gar kein "Fleisch" mehr. Die "4" sogar nur knapp, wenn ich noch weiter probierte, würde wahrscheinlich eine "3" daraus, so addieren sich die negativen Eindrücke.
Nachtrag: Ein Schluck zuviel... Man will ja auch den Wein wirklich trinken - also das Glas leeren zumindest. Und so bleibt zum Ende hin nur noch die "3".
Für das Geld - und den DOCG-Plömpel - ein Reinfall.
Vielleicht hilft Dekantieren - Mutige lagern den Wein ein...
Positiv: Nur noch 13,5 Vol/% Alkohol.

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Dieser Wein wurde verkostet am Freitag, 13. November 2015





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