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Zweigelt Grande Reserve 2014
Zweigelt Grande Reserve 2014

Herkunft / Traube: 

Burgenland / Zweigelt

Land:

Österreich

Jahrgang:

2014

Alkoholgehalt:

13%

Geschmacksrichtung:  

Trocken

Verschluss:

Schraube

Preis:

3,49€

Bewertung: 4 von 5 





Geruch/Blume
Zwar überwiegen dumpfe Noten, ein vegetativer Einschlag findet sich allerdings ebenso, allerdings nichts mehr von Moos, wie zuletzt beim 2013er. Dazu ein leicht stechender Aufzug, der sich rasch in den Vordergrund spielt. Gerbstoffreicher nach dem Schwenken, immer noch recht stechend, das Dumpfe geht nun in Richtung staubiger Dachboden.
Geschmack/Mundgefühl
Extrem wässrig der erste Eindruck! Dazu ein tiefes Loch in der Mitte, der Wein scheint nur ganz vorne und ganz hinten überhaupt stattzufinden. Der zweite Schluck ist schon voluminöser, doch Freude stellt sich nicht ein, zumal der Zweigelt es zusätzlich noch eilig hat: Bis auf ein leichtes Brennen am hinteren Gaumen bleibt rasch wenig übrig. Kaum hat man Zeit, Säure und Frucht herauszuschmecken, obwohl er beides durchaus hat. Immerhin: Von Schluck zu Schluck bleibt er länger erhalten. Die Säure stellt sich als einigermaßen mineralisch heraus, die Frucht bleibt wage und wird erst im Nachgeschmack klarer. Pelz bleibt aus. Das Mundgefühl war und bleibt wässrig.
Abgang/Nachgeschmack
Kein nennenswerter Abgang. Der Nachgeschmack reisst's dann halbwegs raus, klarer jetzt die Frucht, etwas zwischen Holunder und Kirsche, leicht herb, nicht ganz reif. Und ausgerechnet jetzt bekommt der Grande Reserve Volumen! Hat man auch nicht oft! So eilig, wie es der Wein im Mund hatte zu verschwinden, so lange bleibt er jetzt erhalten, oxidiert nicht, gewinnt gar an Struktur (natürlich nicht stetig!)

Fazit:
Was soll man davon halten! Fakt: Ein komplett anderer Wein ist der 2014er als sein Vorgänger. Und er liegt jetzt beim Entstehen dieser Zeilen immer noch sanft auf der Zunge, leicht herb am Gaumen... Dafür mutiert die Blume mit der Zeit zu Gran Cru ... abgestandenem Blumenwasser! Was es nicht alles gibt...
Vielleicht sollte man diesen Zweigelt gurgeln? ... keine Bange: ein Scherz!
Doch wohin mit ihm auf der Skala...
Das Adjektiv "ungewöhnlich" eint ihn und seinen Vorgänger... auf jeden Fall probieren, wenn man an ungewöhnlichen, interessanten Verkostungen Spaß hat! So bekommt auch der 2014er die "4" - genau deswegen. Ganz der Vorgänger!


Dieser Wein wurde verkostet am Samstag, 27. August 2016





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