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Zweigelt Selection 2016 Burgenland - Edition Leo Hillinger
Zweigelt Selecion Burgenland 2016

Herkunft / Traube: 

Burgenland / Zweigelt, Blaufränkisch, St. Laurent

Land:

Österreich

Jahrgang:

2016

Alkoholgehalt:

13,0%

Geschmacksrichtung:

Trocken

Verschluss:

Mäßiger Kork

Preis:

4,29€

Bewertung: 4 von 5 




Geruch/Blume
Eine fruchtig-süße Kirsch-Wolke umgibt das Glas. Die Blume selber ist kaum noch fruchtig, statt dessen milde Gerbstoffe und etwas von abgebranntem Streichholz. "Kompliziert" kommt einem dann in den Sinn, denn die zweite Nase ist einerseits flach, andererseits gibt es im Seichten einiges zu entdecken - bzw. eben nicht, es ist jeweils nur ein Anflug von: Leder, abgestandenem Blumenwasser, Resten des Streichholzes, eine erneute Fruchtigkeit... Sehr spannend - doch Genaueres herbeizudeuten wäre Rotweinsatz-Leserei.
Geschmack/Mundgefühl
Sehr wässrig und wieder sehr fruchtbetont gibt sich der "Edition Leo Hillinger" zu Beginn. Dass bei einer Zweigelt-Cuvée krachende Adstringenz und straffer Körper eher nicht zu erwarten sind, ist klar, doch hier könnte es schon etwas mehr sein, zumindest an Körper mangelt es auch bei den nächsten Schlucken. Und das, obwohl das Volumen ansprechend ist, zumal eben für einen Zweigelt: Der Wein findet praktisch überall im Mundraum statt, Reste der Frucht und der Tannine, etwas ansatzweise Süßes auf der Zunge, fein-bitter am hinteren Gaumen, was sich besonders mit fortschreitender Zeit mehr und mehr ausprägt - und es wird weniger wässrig. Das Karamell, das sich im Mundgefühl einstellt, ist aber doch eher eine Assoziation für das milde Ganze.
Völlig versteckt die Säure, der Zipfel (falls eine Säure dann einen Zipfel haben kann), der herausguckt, ist mild und mineralisch. Null Pelz.
Abgang/Nachgeschmack
Viel weniger ausgeprägt als vermutet der fein-herbe Abgang. Im Nachgeschmack ein wunderbarer Nach-Klang, die Facetten des Geschmackes finden sich wieder, nur die im Geschmack noch kaum benennbare Frucht wandelt sich bald in Richtung Zitrusfraktion, und die Mandarine, die sich entwickelt, rundet ab. Dies wird von keinerlei Oxidation getrübt, statt dessen kommt ganz zum Ende hin wieder ein wenig Karamell zum Tragen - sehr hübsch!

Fazit:
Ein leichter Wein. Und ein wirklich guter Wein.
Denn es ist einfacher (wenn man ein Wein ist), mit kraftvollem Dies und Jenem zu protzen, den Verkostenden einzulullen mit Wucht und Präsenz, als mit wenig Körper und ohne Spitzen dennoch ein stimmiges Gesamtbild abzugeben.

Mir mangelt es zwar für eine "5" allzusehr an "Fleisch", Struktur und Körper, ein guter Zweigelt ist der "Edition" dennoch allemal, also bekommt er folgerichtig die "Aktuelle Empfehlung" - ich bin schließlich nicht das Maß aller Dinge, und es sollten möglichst viele Weinfreunde und /dinnen über diesen Hinweis dem Wein (trotz der 4,29€) eine Change geben können - lange wird er bei Aldi nicht im Regal stehen.

Nachträge:
Mit dem "Burgenland Cuvée", ebenfalls von Aldi, hat die "Selection" nichts zu tun (schon die Cuvée ist anders zusammengesetzt), auch wenn beide von "Leo Hillinger" sind - deswegen auch keinerlei Referenzierung.

Das Komplizierteste bei diesem Wein war noch, ihm einen Namen zu geben! Denn bei dem ganzen Gesummse, das auf dem Etikett (und auch in der Werbung) steht, blickt wirklich keiner durch - ich hoffe, mit "Zweigelt Selection Burgenland 2016" irgendwie die Essenz getroffen zu haben...


Dieser Wein wurde verkostet am Freitag, 23. März 2018





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