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Bardolino Classico 2015
Bardolino Classico 2015

Herkunft / Traube: 

Venetien / ?

Land:

Italien

Jahrgang:

2015

Alkoholgehalt:

12%

Geschmacksrichtung:  

Trocken

Verschluss:

Plastik

Preis:

2,59€

Bewertung: 3 von 5 


 
 

Geruch/Blume
Geprägt von trockenen Gerbstoffen ist die - ansonsten flache - erste Nase. Etwas Süßes, Fruchtiges im Hintergrund. Kurz dumpfe Schweißnoten nach dem Schwenken, die Tannine nun erheblich knackiger, treten aber schnell zurück und machen dem sich ausbreitenden süß-Fruchtigen Platz, das dennoch nicht übermäßig präsent wird.
Geschmack/Mundgefühl
"Nicht übermäßig präsent", das trifft wohl auch hier zu: Der Bardolino Classico ist leidlich unaufdringlich, um es vorsichtig zu formulieren. Mild und leicht fruchtig, das wäre wohl die positive, flach und schlapp die negative Auslegung. Interessanterweise ergibt sich dennoch ein stimmiges Gesamtbild, wenn man sich damit abgefunden hat, einen typischen Bardolino (*) im Glas zu haben. Das Volumen lässt eigentlich nichts zu wünschen übrig, auch wenn es der Wein kaum bis in die hinteren Regionen des Mundraumes schafft. Und sehr erfreulich: Die süßen Anklänge aus der Blume dominieren keinesfalls den Geschmack, es geht eher herb-fruchtig zu, unfreife Erdbeere wieder mal, mehr eine Assoziation denn faktisch heraus-schmeckbar. Später wird es dann auf der Zunge doch wieder reichlich süßlich.
Die spürbare Säure ist trotz o.G. sehr mineralisch. Kein Pelz.
Abgang/Nachgeschmack
Und auch kein Abgang. Im Nachgeschmack nun wieder deutlich herber, später leicht karamellne Ansätze - keine Oxidation - schnell verschwunden.

Fazit:
Flacher Wein mit überraschendem Volumen. Das ist die Kurzfassung des Fazits.
Das Mundgefühl ist so neutral, dass ich gar vergessen habe, es im passenden Abschnitt überhaupt zu erwähnen! Dafür meldet sich, während diese Zeilen entstehen, die Säure mit anhaltendem *doppelburb*.
Jedenfalls keine langweilige Verkostung. Die "3" ohne Probleme - aber auch ohne Enthusiasmus.

(*)
Ich überlege mir ernsthaft, für die Zukunft Bardolino generell aus der Liste der hier verkosteten Weine zu streichen. Nicht, weil sie schlecht seien, die Erfahrung der letzten zehn Jahre zeigt (mir) jedoch: Die meisten Bardolino sind (mir) einfach zu flach, charakterarm und unterkomplex - wenn auch Letzteres auf den heutigen Kandidaten nur im Ansatz zutrifft.

Nachtrag:
Wer Spaß an Sprachen hat, nun, der wird mit dem rückwärtigen Etikett bestens bedient: Gefühlt 500 Sprachen weisen z.B. darauf hin, dass man das Glas recyclen kann! Heissa!
Eine Info über die verwandten Trauben wäre ... irgendwie besser gewesen...


Dieser Wein wurde verkostet am Donnerstag, 07. September 2017





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