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Beaujolais Primeur 2012 Villages
Beaujolais Primeur 2010

Herkunft / Traube: 

Beaujolais Village

Land:

Frankreich

Jahrgang:

2012

Alkoholgehalt:

12,5%

Geschmacksrichtung:  

trocken

Verschluss:

Plastik

Preis:

3,59€

Bewertung: 4 von 5 





Geruch/Blume
Eine fein-fruchtige Süße schlägt dem Verkostenden direkt entgegen, kaum, dass er dem Glas nahe ist. Sie entpuppt sich als gezuckerte Gelee-Bonbons (aktuell in Stern- und Weihnachtsbaumform) in der eher zitronigen Variante. Schön dazu im Gegensatz: trocken-staubiger Dachboden. Trockene Gewürze und Steinstaub nach dem Schwenken. Nicht übel. Wird mit der Zeit zwar schwächer, bleibt aber sehr lange erhalten. Klasse.
Geschmack/Mundgefühl
Im ersten Moment enttäuschend flach: Von einem Beaujolais Primeur erwartet man kaum krachend Voluminöses... aber Gemach, einen Moment Geduld und einen Schluck später legt sich eine bekannte - wenn auch weniger zuckerlastige - feine Süße die vordere Zunge und den gesamten Gaumen. Entsprechend frisch im Gesamteindruck und bei Weitem weniger wässrig im Nachgang als der grade ebenso frisch von LIDL verkostete Côtes du Rhône Primeur.
Das Süßliche nimmt mit jedem Schluck ab, was doch erstaunt, denn es wird durch fast reif zu nennende herb-bittere Noten abgelöst, die stark ins Vegetative spielen und fast an die trockenen Gewürze des Bouquets anknüpfen. Die Komplexität nimmt stetig zu, leichter Speichelfluss setzt ein, verursacht durch eine sehr mineralische Säure, die sich nun bemerkbar macht und auch verantwortlich sein dürfte für das Gefühl leichter Rauhigkeit auf den Zähnen.
Im Mundgefühl geht es Richtung Schorle, ohne, dass der Wein wirklich perlte oder wässrig sei (s.o.), obwohl ein perlendes Gefühl auf der Zungespitze, das mit jedem Schluck zunimmt, nicht unterschlagen werden sollte.
Abgang/Nachgeschmack
Im Abgang marginal, der Nachgeschmack erinnert der Primeur - nachdem die Fruchtnoten passé sind - doch stark an Tapetenkleister... was allerdings nicht wirklich zur Abwertung führt. 

Fazit:
Bei so vielen interessanten Weinen in der letzten Zeit fällt es schwer, nicht jedem die "Aktuelle Empfehlung" zu geben, auch wenn es für eine 5 nicht wirklich reicht.
Grade bei den saisonal nur kurz verfügbaren möchte der Autor dem geneigten Besucher natürlich keine kleine "Kostbarkeit" vorenthalten... allerdings würde dies inflationären Charakter haben, und wenn alle Weine TOLL sind, ist es keiner mehr...
Trotzdem: Kaufen! Und rasch verzehren, ein Primeur ist nichts für die Ewigkeit (oder um zwei Tage offen zu stehen!). 

Bemerkung:
Die 3,59€, die der Primeur Villages des Jahrgangs 2012 erstaunlicherweise kostet, ist er wert.
Warum der zuvor verkostete - allerdings deutlich schwächere - Jahrgang 2010 lediglich mit 1,99€ zu Buche schlug, erschließt sich niemanden diesseits der Kasse...


Dieser Wein wurde verkostet am Samstag, 24. November 2012





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