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Côtes du Rhône BIO 2016 André Thomas (AT)
André Thomas Côtes du Rhône

Herkunft / Traube: 

Côtes du Rhône/ Grenache, Syrah

Land:

Frankreich

Jahrgang:

2016

Alkoholgehalt:

14%

Geschmacksrichtung:

Trocken

Verschluss:

Plastik

Preis:

3,99€

Bewertung: 4 von 5 


 
 

Geruch/Blume
Mäßige, trockene Stallnoten, ebensolche Gerbstoffe, mehr im Hintergrund - und gewinnt schon vor dem Schwenken an Tiefe. So überrascht die zweite Nase nicht mehr, der Wein wird runder und dumpfer: Karamell- finden sich neben Ledernoten - wie in der Erinnerung an den Besuch im Schusterladen. Nicht übel!
Geschmack/Mundgefühl
Die so geweckten Erwartungen von Körper und Volumen mag der André Thomas Côtes du Rhône allerdings nicht recht erfüllen. Zwar findet sich das Karamell durchaus wieder im Geschmack, doch prägend für das Gesamtbild ist ein äußerst wässriges Mundgefühl, das vor allem die - ansonsten recht unterbeschäftigte - Zunge vermeldet. Immerhin spannt sich der Wein ausladend über den Gaumen; hier hat er seine Stärken mit wenig, leicht herber Frucht (Kirsche) und Resten der ledrigen Gerbstoffe der zweiten Nase.
Die schwache Säure ist sehr mineralisch, ein 1000er Schmirgel legt sich über vorderen Gaumen und Zunge und verdünnisiert sich nur langsam, addiert sich aber auch nicht zum Pelz.
Abgang/Nachgeschmack
Mild der unscheinbare Abgang, flach der anschließende Nachgeschmack: Wenig hat dieser noch zu bieten, praktisch nichts, was es - außer einem flauen Nachhall - wert wäre, aufgeschrieben zu werden.

Fazit:
Das mit dem "als Tiger starten und als Bettvorleger landen" kann durchaus auf günstige BIO-Weine zutreffen: Versprach die Blume noch Großes, wird das Erlebnis mit jeder Etappe flauer.
Zwar gibt es reichlich Grauenhaftes aus konventionellem Anbau, das weitaus teurer ist als dieser ökologisch produzierte Côtes du Rhône, doch außer Blume und Gaumen hat dieser wenig Highlights.
Trotzdem die "4"... warum? Macht tatsächlich nur Sinn, zieht man den zuletzt verkosteten Côtes du Rhône Grande Reserve von NORMA als direkten Vergleich hinzu: Konventionell erzeugt, (unnötig) teurer, und mit einem fast echten Fehler (Stwrt: Drehstuhl-fester Teppichboden) - aber eben halt doch komplexer.


Dieser Wein wurde verkostet am Donnerstag, 16. November 2017





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