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Las Rocas 2007 Garnacha

Art / Herkunft / Traube: 

Calatayud / Garnacha

Land:

Spanien

Jahrgang:

2007

Alkoholgehalt:

14,5%

Geschmacksrichtung:  

trocken

Verschluss:

schwarzes Plastik

Preis:

6,99€

Bewertung: 4 von 5 






Geruch/Blume
Sehr kantige, gradezu scharfe Gerbstoffe und Grasschnitt schon in der ersten Nase werden abgerundet von feinen Noten von Vanille und Heu; das Ganze eingebettet in harte, alkoholische Dämpfe, die es schwer machen, sich auf das Aroma zu konzentrieren.
Steht er aber länger offen (wichtig!, s.u.), finden sich außergewöhnliche Nuancen, die ich nur schwer in Bilder zu fassen vermag, und die deswegen mehr oder weniger merkwürdig daherkokmmen: Rosenwasser. Kölnisch Wasser. Erdnussflips. Curry und schwarzer Pfeffer.
Geschmack/Mundgefühl
Das Geschmacksempfinden bleibt von der Länge, die der Wein offen stand vor der Verkostung, unberührt: Anfängliche Beerennoten und feine, fruchtige Säure werden umgehend von einem Abbrand am mittleren und hinteren Gaumen gestört. Man möchte "Kein offenes Feuer!" ausrufen, so alkoholisch ist der Eindruck, der in hustenlösigerweise in der Nase kulminiert, nachdem der Wein das "Feurio!!" gerufen hat.
Ist der Brand gelöscht, schieben sich wieder Volumen und Frucht in den Vordergrund, wunderbar ausgewogen und harmonisch, mit einem feinen, sandpapiernen Pelz, der sich auf die mittlere Zunge beschränkt.
Abgang/Nachgeschmack
Kein Ausreißer hier - der Brand ist ja gelöscht! Fruchtig, Erdbeere und Kirsche im Nachklang. Konzentriert man sich auf den Nachgeschmack, wird man doch wieder mit dem Abbrand konfrontiert, der immer noch physisch in der Nase knistert.

Fazit:
Ich denke, der geneigte Leser vermag den Spaß nachzuvollziehen, den ich bei der Vorkostung hatte, ausgedrückt durch die besonders blumige Wortwahl.

Tatsächlich war ich anfänglich nachgerade entsetzt: Ich hatte den Wein für 6,99€ natürlich nur gekauft, weil er mit den Parker-Punkten - immerhin 90 - beworben wurde... da wird der Wein-Seiten-Betreiber entsprechend neugierig.
Und dann das: Frisch eingeschenkt beizt der Wein geradezu... also, eine abzubeizende Tür würde aus den Angeln hüpfen und das Weite suchen, käme man ihr mit diesen Noten... Was für ein Reinfall!

Einen Abend später sah die Sache dann schon etwas anders aus; also: Dieser Wein braucht Luft! Garnacha/Grenache ist meiner Erfahrung nach ja sowieso eine Traube, die Feuer hat und vorsichtiger Betrachtung bedarf - hier aber, noch dazu mit beinahe brennbaren 14,5% Volumen Alkohol in der Abfüllung, schien eine Feuerklatsche das passende Accessoire zu sein.

Ich weiß nicht, ob es wirklich gilt, diesen Wein zu dekantieren - einen Tag vor dem Kredenzen öffnen... nun, das ist m.E. ein Muss!

Und nur, weil das Verkosten dieses Weines wirklich einen Mordsspaß macht - und weil er wohl nur kurz zu haben sein wird - wird er zur "aktuellen Empfehlung".


Dieser Wein wurde verkostet am Samstag, 27. März 2010





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