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Monterebro Selección Jumilla 2013
Monterebro Selección 2013

Herkunft / Traube: 

Jumilla / 85% Syrah, 15% Monastrell

Land:

Spainen

Jahrgang:

2013

Alkoholgehalt:

14,5%

Geschmacksrichtung:

Trocken

Verschluss:

Mäßiger Kork

Preis:

6,99

Bewertung: 5 von 5 


 

Geruch/Blume
Wieder eine recht komplexe und runde Blume, wie bei vielen der zuletzt verkosteten Weine, diesmal mit einem anfangs deutlichen Hang zum Grünlichen. Dies verfliegt doch recht schnell, und die Blume wird kantiger, trockener, Steinstaub und Aschenoten stellen sich ein. Milde Schweißnoten nach dem Schwenken, sonst wenig Änderung, allerings parfumartiger und nicht mehr ganz so trocken. Etwas Besonderes noch, kommt erst spät durch und bedarf einiger Konzentration: Zimt!
Geschmack/Mundgefühl
Ein fast kontrastartiges Mundgefühl prägt den Beginn: Der Gaumen brennt und die Zunge wird von cremig-Mildem umschmeichelt... ungewöhnlich. Erwartbar nivelliert sich dies schon beim nächsten Schluck, das Brennen gibt sich (fast), das Milde nicht - gut. Zudem äußerst fruchtbetont, ohne zu süß zu werden. Die Frucht changiert zwischen Kirsche und Erdbeere, beides überlagert und findet sich fast im gesamten Mundraum. Zusätzlich hat auch dieser Wein wieder eine schöne Struktur und bringt auch etwas "Fleisch" mit ins Mundgefühl, was ihn fast kaubar macht. Im Volumen klafft eine deutliche Lücke zum Abgang hin - dafür ist der Wein ansonsten - s.o. - fast überpräsent.
Mild auch die mineralische Säure, ein weiteres Highlight des Monterebro Selección, trotz des zeitnahen *burb*. Ein gleichmäßiger Belag hat keinerlei Ähnlichkeit mit Pelz und stört nicht.
Abgang/Nachgeschmack
Fast etwas karamelln im unspektakulären Abgang. Der Nachgeschmack ein weiteres Highlight: Ein wunderbarer (weniger fruchtiger) Nachklang ohne irgendwelche Oxidation auch über lange Zeit. Er verschwindet einfach. Erst ganz zum Schluss wird es pappig.

Fazit:
Vielleicht ein Vorwort vor dem Fazit: Auch der Autor ist nicht gefeit, von Design-Profis übertölpelt zu werden... das Etikett hat mich schon von Weitem angesprochen in seiner Schlichtheit, sodass ich den Wein von der Resterampe mitgenommen habe (wie auch den - noch nicht verkosteten - Arienzo, gleich teuer), obwohl sie - gesetzwidrig - nicht ausgezeichnet waren.
So um zweimal 6,99€ erleichtert hat dann ein Blick auf den Plömpel (s.u.) weiteren Hader ausgelöst: Ein Wein mit den Meriten, der kann ja keine Plörre sein!
Nun: Er ist keine Plörre! Im Gegenteil: Ganz großes Kino! Und seine 6,99€ wert. Auch wenn die Säure grade, während diese Zeilen entstehen, sich doch stark in den Vordergrund drängt. *burb*. Sorry! ... aber trotzdem hat er die "5" verdient. Und somit natürlich auch die "Aktuelle Empfehlung"

Obacht:
Die 14,5Vol/% Alkohol schimmern zwar durch, doch eigentlich merkt man sie nicht!


Dieser Wein wurde verkostet am Dienstag, 25. Juli 2017





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