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Nero d'Avola 2013 San Mondello
Nero d'Avola San Mondello 2013

Herkunft / Traube: 

Sizilien / Nero d'Avola

Land:

Italien

Jahrgang:

2013

Alkoholgehalt:

13%

Geschmacksrichtung:

Trocken

Verschluss:

Schraube

Preis:

1,99€

Bewertung: 3 von 5 
 
 
 
 

Geruch/Blume
Dichte Hefewolken umwabern den Luftraum um das Glas in weitem Umfang. Am Glas selber neben dem - schon von den Vorgängern gewohnten - Fanta-Noten auch einige sehr trockene Holznoten und gar ein wenig Vanille. Hier schöpft man etwas Hoffnung, der Jahrgang könne an den 2011er anknüpfen - mal schauen. Nach dem Schwenken springt einem der nasse Hund direkt ins Gesicht, trollt sich aber ebenso schnell wieder und macht Platz einem fein-alkoholischen Aufzug, in dem noch die Holznoten herumwirbeln. Großes Kino, und ebenso blumig im Erlebnis wie in den benutzten Worten.
Geschmack/Mundgefühl
Nach diesem Beginn traut man sich kaum, den Wein auch zu trinken, zu groß ist inzwischen die Erwartungshaltung. Und obwohl schon zu Anfang recht flach und mit mäßig wässrigem Mundgefühl gibt es nach kurzem Stutzen eine rechte Explosion der schon im Bouquet so auffälligen Holz- und Gerbstoffnoten. Das so erzeugte Volumen ist zwar mäßig ausgeprägt, allerdings mehr als nur eine Erwähnung wert, nur der hintere Bereich kommt deutlich zu kurz. Erfreulich: Das Wässrige des ersten Eindruckes findet sich kaum noch.
Nicht klar wird der Ursprung der - deutlichen - Fruchtnote, Mirabelle, oder eingelegte Pfirsiche, ohne das reichlich Süße, in die Richtung geht es. Auch im Mundgefühl lehnt sich der Nero d'Avola San Mondello inzwischen an Letzteres an, ein feiner Pelz überzieht nahezu jeden Winkel, ohne unangenehm zu sein. Leider verflacht der Wein mit jedem Schluck schließlich wieder, das Holz zerfällt zu Asche, und in diese Richtung geht schließlich der Geschmack (natürlich ist dies nur ein Bild - wie üblich -... ich kann mich an eine Portion Asche zu Mittag nicht wirklich erinnern!) Der bislang herbe Grundton nimmt drängt sich in den Vordergrund, und die ebenfalls bislang harmlose Säure geht in Richtung Essig. Zu meinem großen Bedauern!
Abgang/Nachgeschmack
Herb im Abgang (wen wundert's noch), im Nachgeschmack sehr schnell in wie weiße Häutchen auf Orangen, Reste der Frucht aus dem Geschmack finden sich immerhin, doch auch hier jetzt eher Mandarine denn Mirabelle.
 
Fazit:
Zitat aus der Text der Verkostung des Vorgängers: "Wieder mal ein krachender Unterschied der Jahrgänge...". Und auch hier zum Besseren. Im Vergleich zum 2012er. An den 2011er kommt auch der aktuelle 2013er nicht  heran.
Wieder ein Wein, den man bis zur Hälfte noch als "Aktuelle Empfehlung" sah - und von dem dann nur noch fahler Nachgeschmack blieb. Wirklich schade. Für eine "3" reicht es dennoch, allein als Würdigung des schönen Bouquets, auch wenn beim Entstehen dieser Zeilen mehr als kräftiges *burb* auf mehr als kräftige Säure verweist.
Dekantieren sollte man diesen Wein - s.o. - auf keinen Fall!


Dieser Wein wurde verkostet am Montag, 09. März 2015





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