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Primitivo Salento - 2015
Primitivo Salento 2015

Herkunft / Traube: 

Salento / Primitivo

Land:

Italien

Jahrgang:

2015

Alkoholgehalt:

14%

Geschmacksrichtung:

Trocken

Verschluss:

Plastik

Preis:

2,89€

Bewertung: 3 von 5 


 
 

Geruch/Blume
Eine interessante Mischung aus trockenem Komposthaufen und weißem Honig in der ersten Nase. Kurz deftige Schweißnoten nach dem Schwenken, dann wandelt sich der Kompost zu trockenen, runden Tanninen, die gerbstoffreichste Blume seit langem, dazu schwingt etwas Honig im Hintergrund immer noch mit. Ein leicht stechender Aufzug führt zu harmlosem Kribbeln in der Nase und tut dem Gesamtbild keinen Abbruch.
Geschmack/Mundgefühl
Der erste Eindruck hat etwas von "unrund", vielmehr "unreif"; statt die Gerbstoff-Fraktion zu betonen, steht das Stechende im Vordergrund. Die Gerbstoffe sind jetzt die von frisch geschälter Rinde, und die möchte man maximal in der Nase, aber bitte nicht im Mund haben - eigentlich. Im vorderen Mundraum recht voluminös, hat dort eine ansprechende Struktur und einer Andeutung von - unreifer (wie auch sonst) - Kirsche, entsprechend herb in der Ausprägung. Weiter hinten sucht man den Primitivo Salento hingegen vergeblich, ganz analog dem zuletzt verkosteten Primitivo gleicher Provenience. Sehr schön die mäßig mineralische Säure (die sich später leider stark in den Vordergrund drängt). Der Belag ist lange noch kein Pelz.
Abgang/Nachgeschmack
Wie schon beim 2012er null Abgang. Besser dafür der Nachgeschmack, ein Abklatsch der besseren Aspekte des Geschmackes, weniger Rinde - immerhin. Oxidiert auch nicht so schnell, und tatsächlich gibt es erst spät etwas des ungeliebten Esspapieres.

Fazit:
Zitat aus der Vorgänger-Verkostung: "Als "Primitivo" nur schwerlich zu erkennen... ". Im Gegensatz dazu ist beim aktuellen Jahrgang der Alkohol deutlich zu spüren, mit 14Vol/% auch reichlich damit bedacht.

Nachtrag:
Dieser Primitivo wurde beworben als "Angebot", "kaufe 6, zahle 8" (oder so ähnlich). Tatsächlich ist er mit 2,89€ fast anderthalb mal so teuer wie derjenige aus dem Jahre 2012.
So oder so: Man hat nichts verpasst!


Dieser Wein wurde verkostet am Montag, 12. September 2016





  Zuletzt probiert:
Rocca Pagliara 2016
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LAB 2015
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  Aktuelle Empfehlung:
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