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BioBio Tempranillo 2016 - Biowein
BioBio Tempranillo 2016

Herkunft / Traube: 

Kastillien / Tempranillo

Land:

Spanien

Jahrgang:

2016

Alkoholgehalt:

12%

Geschmacksrichtung:  

Trocken

Verschluss:

Schraube

Preis:

2,19€

Bewertung: 3 von 5 





Geruch/Blume
Trockene, fast stechende Gerbstoffe mit einem Schuss abgestandenen Blumenwassers, so überrascht die erste Nase - im Vergleich zum Vorgänger. Das trocken-Stechende bestimmt auch die zweite Nase und geht jetzt durchaus in die Richtung eines Korkschmeckers (*); Blumenwasser wird ersetzt von einem Hauch von Frucht.
Geschmack/Mundgefühl
Und so trocken geht es auch weiter. Dabei erstaunt der BioBio Tempranillo mit großen Volumen, zeitnah gelangt er fast überall in den Mundraum und verursacht sogar Speichelfluss beim Erreichen der hinteren Seiten der Zunge. Die Tannine sind weiter im Vordergrund, doch die Frucht kann aufholen, zeigt sich nicht übermäßig deutlich (mehr eine verarbeitete Erdbeer-Süßigkeit als diese selbst) vor allem auf der Zunge. Den Gaumen bestimmt Muffiges, das nur mit Wohlwollen als "herb" zu bezeichnen, dafür mit dem Fehlton der zweiten Nase zu vergleichen ist. Verschwindet immerhin recht schnell, während die Zunge stetig Süßeres vermeldet. Zugleich nimmt das Volumen deutlich ab und mäßige Adstringenz (die jeweils rasch vergeht) zu.
Kaum benennbare Säure, weder Belag noch Pelz...
Abgang/Nachgeschmack
... und auch kein Abgang. Der Nachgeschmack ist harmlos, dafür auch kein Fehlton mehr und von Resten des Süßlichen geprägt. Oxidiert praktisch nicht, und während der Wein langsam verschwindet wird es stetig süßlicher, bis man zum Schluss nicht mehr weiß, ob man 'nen Bonbon hatte - oder doch einen fruchtbetonten Rotwein.

Fazit:
Mal was anderes! Selten findet sich ein Wein, der Gaumen und Zunge so unterschiedlich bespielt - und das ist auch besser so! Vor allem dieses gerbstofflastig-Muffige ist bestenfalls interessant. Aber es reicht für eine "3".

Bis auf die erste Erwähnung - die ja schon die Unterschiedlichkeit der Jahrgänge vermuten ließ - wurde eben wegen dieser Unterschiedlichkeit auf eine Referenzierung auf den zuletzt verkosteten 2014er Netto-BioBio Tempranillo verzichtet.

 

(*) Der Fehlton "Korkschmecker" ist nicht auf Weine beschränkt, die einen Korken haben! Dies wurde vor einigen Jahren auch wissenschaftlich belegt - und ist auch nicht zu weit hergeholt, denn der Korkschmecker ist zurückzuführen auf Trichloranisol, eine chemische Verbindung, die auch auf andere Weise als den Korken dem Wein eine unerwünschte Facette verleihen kann.
Dies nur der Vollständigkeit halber, und um den zwei/drei Trollen, die um jeden Preis was Negatives mailen wollen ("Rabäääh, der Wein hat Schraube, woher soll der Korkton kommen"), die Motivation zu nehmen.


Dieser Wein wurde verkostet am Donnerstag, 15. Februar 2018





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