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Torrebianca Primitivo di Manduria 2013
Torrebianca Primitivo di Manduria 2013

Herkunft / Traube:

Salento / Primitivo

Land:

Italien

Jahrgang:

2013

Alkoholgehalt:

14,5%

Geschmacksrichtung:  

Trocken

Verschluss:

Leicht rissiger Kork

Preis:

6,99

Bewertung: 3 von 5 





Geruch/Blume
Über das Glas hinaus kommt dem Verkostenden das Bouquet entgegen: Kräftig, tanninreich und sehr trocken die erste Nase, dazu ein reichlich alkoholischer Aufzug und Noten von abgebranntem Streichholz - wesentlich ausdrucksstärker als der Torrebianca aus dem Jahre 2011! Ein heftiger Schwall Schweißnoten lässt nach dem Schwenken kurz die Stirn runzeln. Danach im Gesamten sehr ähnlich der ersten Nase, doch fruchtbetonter, ohne die Frucht als solche wirklich preiszugeben. 
Geschmack/Mundgefühl 
So einen ad-hoc-Belag kannte ich bislang noch nicht, wie er sich bei diesem Wein im ersten Moment wirklich überall dran-pappt! Dazu kräftiges Lodern am hinteren Gaumen... sollte das Bouquet uns in die Irre geleitet haben? Wie so oft ist zwar der erste Eindruck stürmischer und viel kräftiger als die Schlucke danach. Leider allerdings bleibt sowohl der pelzige Belag als auch das Brennen am hinteren Gaumen bei jedem Schluck bestimmend, wenn auch das Brennen abnimmt, irritiert aber viel zu lange. Man kann sich kaum auf Nuancen konzentrieren. Und ist sehr trocken, aride geradezu, das Glas Wasser in Reichweite ist ein Muss. Dazu im Mundgefühl - vom Belag abgesehen - reichlich pomadig, die Frucht immer noch kaum zu verorten, ähnlich dem Bouquet etwas in Richtung Kirsche - das Karamell geht praktisch völlig unter. Säure mag sich nicht vorstellen, oder sie siecht dahin im Belag - egal.
Abgang/Nachgeschmack
Immerhin im Abgang wird die Frucht deutlicher, wenn man sich am Belag vorbei-konzentriert. Milder im Nachgeschmack, so man es denn schafft, die Zunge vom Gaumen zu lösen, die dort wie mit einem Reissverschluss verhakt zu haben scheint, um die Effekte des Belages - mit ein wenig dichterischer Freiheit - bildlich zu beschreiben.

Fazit:
Reinfall. Nach der Blume... Unfasslich. Ausschließlich Fassnoten im Geschmack. Ein Beutel Eichenchips zum Selberkauen hätte es auch getan.

Nur das großartige Bouquet sorgt dafür, dass der Wein keine "2" bekommt - und das für 6,99€!!!

Wenigstens geizt der Wein nicht mit der Präsentation seines Alkoholgehaltes - schon nach einem Glas bemerkt man erste Effekte! Und mehr als ein Glas sollte man auf keinen Fall trinken, diesmal allerdings nicht, weil Alkohol - wie ich hier oft bei Alkoholgehalten jenseits der 13,5 Vol/% anmerke - ein Zellgift und Krebspromotor ist, sondern weil man sich dann auf eine schlaflose Nacht einstellen kann, in der der vertrocknete Gaumen immer wieder zum Wasserglas am Bett greifen lassen wird!

Bemerkung:
Evtl. dekantieren - vielleicht ist es dann besser - wenn man den Reinfall versehentlich gekauft haben sollte.


Dieser Wein wurde verkostet am Samstag, 24. Oktober 2015





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